Es war Sonntagmorgen und ich war auf dem Weg zum Frühstück. Leise summte ich eine Melodie vor mich hin. Ich hatte sie selbst komponiert, für meinen neuen Song. Und jetzt versuchte ich, einen Text dafür zu schreiben. Ich kritzelte einen neuen Satz in mein Notizbuch und strich ihn fast sofort wieder durch. Nein, das war auch nicht das Richtige. Ich seufzte genervt. Plötzlich rannte jemand in mich rein. Ich schrie erschrocken auf. Die Person fing mich auf, bevor ich auf dem Boden aufkam. “Tut mir leid.”, entschuldigte Cedric sich und bückte sich, um mein Notizbuch aufzuheben, das mir bei dem Zusammenstoß herunter gefallen war. “Kein Problem.”, sagte ich und als e mir das Bach in die Hand drückte fügte ich hinzu, “Danke”
“Du schreibst Songs?”, fragte Cedric und deutete auf mein Buch. Ich nickte: “Ja.”
” Ich bin übrigens Cedric Diggory.”, stellte er sich vor, als ob ich das noch wüsste, “Und du?”
“Bella.”, sagte ich lächelnd, “Also dann. Ich gehe mal frühstücken. Man sieht sich.”
Ohne seine Antwort abzuwarten, setzte ich meinen Weg fort.
Cedrics Sicht:
Ich sah ihr nach. Bella, ein passender Name. Fast kam es mir so vor, als wollte sie vor mir flüchten. Mir fiel mein Quidditch-Training wieder ein. Ich musste los!
Bellas Sicht:
“Und hier kommen die Teilnehmer von Beauxbaton!”, rief Dumbledore. Die Flügeltür der Halle öffnete sich und eine Reihe hübscher Mädchen betrat sie. Dumbledore begrüßte lächelnd ihre riesige Schulleiterin Madam Maxim. Sie setzte sich an den lehrreich und ihre Schülerinnen an den der Ravenclaws. Dann verkündete Dumbledore: “und hier die Schüler aus Durnstrang!”
Die Jungen, die jetzt die Halle betraten, trugen dicke Pelzmäntel und Mützen. Susan stieß mich aufgeregt an: “Da ist Viktor Krum! Das ist er doch oder?”
Ich sch in die Richtung, in die sie deutete und nickte: “Ja, das ist er. Ich wusste nicht, dass er noch Schüler ist.”
“Ich auch nicht.”, hauchte Susan und beobachtete Viktor Krum weiter. Ernie und ich tauschten einen belustigten Blick. Dumbledore begrüßte den Schulleiter Igor Karkaroff. Allerdings nicht ganz so herzlich, wie Madam Maxim. Beide Schulleiter setzten sich an den Ledertisch, die Durnstrangs gesellten sich zu den Slytherins. Das Essen erschien und ich stellte überrascht fest, dass es zu den gewohnten Speisen auch einige unbekannte gab. Während des Essens beobachtete ich Cedric aus dem Augenwinkel. Er saß nicht weit von uns entfernt und ab und zu konnte ich etwas von dem Gespräch mit seinen Freunden aufschnappen. “Ich melde mich an.”, sagte ein Junge mit langen, dunklen Haaren. “Und was ist mit dir Ced?”, fragte ein anderer. Cedric antwortete nicht sofort. Er sah kurz in meine Richtung. Schnell sah ich weg. “Ich denke, ich versuche es mal.”, sagte Cedric schließlich, “Vielleicht werde ich ja Champion. Ich würde es aber auch allen anderen gönnen. Außer den Slytherins vielleicht.”
Die Gruppe lachte. Das Essen verschwand und Dumbledore trat nach vorne. Langsam verstummten die Gespräche in der Halle. “Ab heute um Mitternacht könnt ihr euch für das Turnier anmelden.”, verkündete Dumbledore, “Neben der Halle steht dann der Feuerkelch. Dort müsst ihr einfach einen Zettel mit eurem Namen und eurer Schule einwerfen. Ich werde eine Alterslinie um den Kelch ziehen, damit sich keine Schüler anmelden können, die jünger sind.”
Einige applaudierten, andere wollten protestieren. Die meisten schwiegen aber. Dumbledore nickte nur zufrieden: ” Ihr könnt jetzt gehen. Gute Nacht.”
Langsam leerte sich die Halle. Ich machte mich gemeinsam mit Susan, Hannah, Ernie und Justin auf den Weg zum Gemeinschaftsraum. Susan seufzte verträumte: “Ich hoffe, Krum wird Champion für Durnstrang.”
Justin lachte und Hannah schnaubte. “Wer wird Champion für Hogwarts? Was meint ihr?”, fragte Ernie. “Cedric!”, antwortete Hannah sofort. Justin nickte: “Ja, ich denke auch, dass es Cedric wird. Stellt euch doch mal vor, ein Champion aus Hufflepuff. Dann werden wir erst einmal nicht mehr ‘Flaschen’ genannt.”
“Ja, das wäre toll.”, sagte Ernie, “Und Cedric würde das echt gut machen.”
“Hey Bella, alles gut?”, fragte Hannah mich plötzlich, “Du bist so still.”
Ich zuckte zusammen: “Hm? Ja, alles gut.”
Hannah sah mich skeptisch an, sagte aber nichts. Wir betraten den Gemeinschaftsraum von Hufflepuff, der gefüllt war mit kleineren Schülergruppen, die sich über das Turnier unterhielten. In einer Ecke entdeckte ich Cedric mit seinen Freunden. Ich drehte mich zu Susan und Hannah um.
“Äh, ich gehe mal rüber.”, sagte ich, „Ich möchte mit ihm reden.”
Susan sah mich fragend an, Hannah kicherte: “Na, dann geh mal zu deinem Märchenprinzen”
Ich verdrehte lachend die Augen und ging dann langsam zu Cedric. “Können wir kurz reden?”, fragte ich ihn und fügte mit einem kurzen Blick auf seine Freunde hinzu, “Alleine?”
Cedric stand lächelnd vom Sessel auf: “Ja, klar. Komm mit.”
Ich folgte ihm in den Jungenschlafsaal der siebten Klasse. Neugierig sah ich mich um. Hier war es ordentlicher, als ich erwartet hatte. Ich musterte die fünf Betten und überlegte, welches Cedrics war. “Das ist meins.”, sagte Cedric und deutete auf eines der Betten. Konnte er Gedanken lesen? Ich nahm das Foto in die Hand, das auf seinem Nachttisch lag. Darauf war ein blondes Mädchen, das etwas jünger aussah als ich. “Wer ist das?”, fragte ich neugierig. Cedric lächelte: “Das ist meine Schwester Nelly. Sie ist zwölf und nicht magisch. Hast du Geschwister?”
Ich nickte: “Ja, eine zweieiige Zwillingsschwester. Hannah Abbott. Vielleicht kennst du sie.”
Cedric dachte Kute nach “Nein, ich glaube nicht.”
Wir schwiegen beide kurz. “Warum wolltest du mich sprechen?”, fragte Cedric dann. “Ich habe vorhin euer Gespräch gehört.”, gab ich leicht schuldbewusst zu, “Du willst wirklich bei diesem Turnier mitmachen?”
Cedrics Sicht:
Ich sah Bella leicht verwundert an. Fände sie es nicht genauso toll, wie die anderen Mädchen, wenn ich beim Turnier mitmachen würde? “Ja.”, antwortete ich etwas verspätet. Bella sah mich skeptisch an: “Sicher?”
Ich nickte nur. “Eg ist gefährlich”, sagte sie und mir fiel ihr besorgter Blick auf, “Früher sind schon Leute dabei gestorben.”
“Aber jetzt ist Dumbledore da.”, versuchte ich sie zu beruhigen, “Er wird nicht zulassen, dass irgendjemandem etwas passiert.”
Sie wirkte nicht überzeugt. “Aber vielleicht kann er das nicht.”, flüsterte sie, so leise, dass ich es kaum verstand. Dann riss sie sichtlich zusammen: “Viel Glück, schätze ich.”
“Danke.”, sagte ich und lächelte Bella unsicher an. Sie lächelte kurz zurück und verließ dann schnell den Schlafsaal.

