“Bella!”, rief meine Zwillingsschwester Hannah drängend, “Komm schon, wir müssen los. Sonst fährt der Zug ohne uns ab.”
“Ich komme ja schon.”, keuchte ich, “Mein Koffer ist nur so schwer.”
“Brauchen sie Hilfe Mylady?”, fragte plötzlich eine scherzende Stimme hinter mir, die ich sofort erkannte. Lachend drehte ich mich um und umarmte meinen besten Freund Ernie. Danach brachten wir zusammen meinen Koffer zum Schaffner, der ihn in den Gepäckwagen brachte. Wir stiegen in den Zug, wo Hannah schon auf uns wartete. “Da seid ihr ja endlich.”, sagte sie und zog uns ungeduldig den Gang entlang. Wir setzten uns zu unserer Freundin Susan ins Abteil. Zwei Minuten später kam Justin. Jetzt waren wir komplett. Die Fahrt verbrachten wir mit verschiedenen Spielen, wie zum Beispiel Snape explodiert.
Wir betraten die große Halle und mein Blick suchte automatisch nach Cedric. Er saß bereits am Hufflepuff-Tisch und unterhielt sich lachend mit seinen Freunden. Wir setzten uns ans andre Ende des Tisches. Ich beobachtete Cedric weiter. Sein Lachen, seine Bewegungen, seine… Hannah trat mir unterm Tisch gegen das Schienbein. “Hör auf zu starren!”, zischte sie. Ich verdrehte nur die Augen. Professor McGonnagall betrat mit den Erstklässlern die große Halle. Die Häuser-Auswahl begann. Nach und nach wurde die Gruppe der Erstklässler kleiner. Als alle verteilt waren, trat Dumbledore nach vorne, um seine Rede zu halten. “An die neuen Schüler: Willkommen. An die alten Schüler: Willkommen zurück.”, begann Dumbledore, “Wie jedes Jahr möchte ich euch auf die Regeln hinweisen. Eine vollständige liste befindet sich in Filchs Büro und kann dort eingesehen werden.”
Justin schnaubte: “Als ob irgendjemand freiwillig zu Filch geht, um diese dämliche Liste zu lesen.”
Susan und ich kicherten leise. “des Weiteren möchte ich euch daraus hinweisen,”, sagte Dumbledore und warf einen halb belustigten, halb tadelnden Blick zum Gryffindor-Tisch, “dass das Betreten des Verbotenen Waldes strengstens untersagt ist.”
Ich sah, wie sich die Weasley-Zwillinge einen belustigten Blick zuwarfen. In der Halle brach Gekicher aus. “Jetzt möchte ich euch nicht länger hinhalten.”, rief Dumbledore und in der Halle wurde es wieder stiller, “Lasst es euch schmecken!”
Das Essen erschien und wir bedienten uns. Während ich mir eine Gabel mit Spaghetti in den Mund schob, begann Susan ein Gespräch mit mir. Wir redeten über die Ferien. Ich erzählte ihr, dass ich vor der Abfahrt fast meinen Zauberstab vergessen hatte, sie erzählte mir, dass sie von ihren Eltern zwei Kaninchen bekommen hatte. Zum Nachtisch aß ich den Schokoladenkuchen, den ich schon in meinem ersten Schuljahr hier am liebsten gegessen hatte. Kurze Zeit später verschwand das Essen und die ersten standen auf. “Einen Moment noch.”, bat Dumbledore, der wieder am Rednerpult stand, “Ich habe noch eine Ankündigung zu machen.”
Alle setzten sich uns sahen Dumbledore erwartungsvoll an. Dumbledore lächelte uns zu: “Dieses Jahr findet in Hogwarts ein besonderes Ereignis statt. Das Trimagische Turnier. Wir werden Besuch von zwei Partnerschulen bekommen, die ebenfalls an dem Turnier teilnehmen.”
“Wann kommen die Schulen?”, fragte irgendjemand vom Ravenclaw-Tisch. “Sie werden kommende Woche Montag eintreffen.”, erzählte Dumbledore, “Von jeder Schule wird ein Kandidat ausgewählt, um am Turnier teilzunehmen.”
“Wie wird der Kandidat ausgewählt?”, dieses mal kam die Frage vom Gryffindor-Tisch. “Von einem unparteiischen Richter.”, beantwortete Dumbledore die Frage mit einem geheimnisvollen Lächeln, “Alle Schüler unter siebzehn Jahren sind von der Teilnahme am Turnier ausgeschlossen.”
Protestrufe hallten durch die Halle, doch Dumbledore brachte sie schnell zum Verstummen. “Geht jetzt in eure Gemeinschaftsräume.”, ordnete er an, “Morgen ist Unterricht.”
Langsam leerte sich die Saal. Auch wir verließen die große Halle. Dabei unterhielten wir uns über das Trimagische Turnier. In vielen Punkten waren wir verschiedener Meinungen, doch in einem Punkt waren wir uns alle einig. Das würde spannend werden.

