“Cedric!”, rief ich und rannte ihm hinterher. Er blieb stehen und drehte sich überrascht um: “Bella? Alles okay?”
“Das wollte ich dich eigentlich fragen.”, sagte ich lächelnd, “Bereit für die erste Aufgabe?”
“Ich hoffe.”, seufzte Cedric, “Wünsch mir Glück.”
“Viel Glück.”, erwiderte ich noch immer lächelnd, “Ich glaube an dich.”
“Danke.”, sagte Cedric leise und erwiderte mein Lächeln. Ich blieb stehen und sah Cedric nach, als er weiter lief. Schließlich machte ich mich auf den Weg zur Tribüne, wo ich mich zu meinen Freunden durchkämpfen musste. Genervt quetschte ich mich zwischen Hannah und Ernie. Als ich in Justin Gesicht sah, erschrak ich. “Justin, was ist los?”, fragte Susan irritiert. “Drachen.”, antwortete unser Freund nur und deutete nach vorne. Dort wurde gerade ein grüner Drache in eine behelfsmäßige Arena gebracht. Ich wurde ebenso blass wie Justin. “Cool.”, sagte Ernie grinsend. Hannah sah ihn wütend an: “Cool? Sie müssen gegen Drachen kämpfen. Das ist total gefährlich!”
“Das ist barbarisch.”, flüsterte ich mit zitternder Stimme, “Kein Wunder, dass das Turnier verboten wurde.”
Ernie sah uns wegen unserer Reaktionen leicht erschrocken an und sagte nichts mehr. “Cedric Diggory.”, kündigte Fisch in diesem Moment an. Meine Hand krallte sich angespannt in Hannahs Arm. Sie versuchte, mich zu beruhigen, doch ihre Worte drangen nicht zu mir durch. Cedric betrat die Arena. Besorgt beobachtete ich, wie er langsam, mit erhobenem Zauberstab auf den Drachen zu ging. Der Drache fauchte. “Ich glaube, Cedric muss das goldene Ei dort bekommen.”, meinte Justin. “Siehst du Bella? Dann muss er vielleicht gar nicht gegen den Drachen kämpfen.”, sagte Hannah optimistisch. Susan schnaubte: “Natürlich muss er. Der Drache beschützt seine Eier.”
Hannah warf Susan einen tödlichen Blick zu. Ich ignorierte meine Freunde. Stattdessen beobachtete ich Cedric. Er hob den Zauberstab und verwandelte einen der am Boden liegenden Steine in einen kleinen Hund. Der Hund brachte den grünen Drachen ziemlich durcheinander und lockte ihm von seinem Nest weg. Cedric rannte los, schnappte sich das goldene Ei und brachte sich dann schnellstens in Sicherheit. Doch nicht schnell genug. Der Feuerstrahl des Drachen streifte Cedric. Die Leute vom Drachenreservat kamen, beruhigten den Drachen und brachten ihn dann weg. Cedric verließ die Arena, es schien ihm soweit gut zu gehen. Ungeduldig beobachtete ich die anderen Champions. Fleur Delacour konnte den Dachen in eine Art Trance versetzen, Viktor Krum traf den Drachen mir einem Bindehautentzündung-Fluch am Auge. Harry legte den spektakulärsten Auftritt hin, indem er seinen Feuerblitz zu sich rief und eine wilde Verfolgungsjagd gegen den schwarzen Drachen in der Luft hinlegte. Nachdem Harry im Erste Hilfe Zelt versorgt worden war, kamen die Champions wieder in die Arena, wo ihre Punkte verkündet wurden. Anschließend durften wir alle gehen. Ich verabschiedete mich von meinen Freunden und machte mich auf die Suche nach Cedric. Er stand zusammen mit Cho vor dem Erste Hilfe Zelt. Was wollte Cho von ihm? Ich wollte es nicht, aber ich kenne nicht verhindern, dass ich eifersüchtig wurde. Ich drehte mich um und überlegte, ob es wirklich so eine gute Idee gewesen war, zu Cedric zu gehen. Ich hatte gedacht, wir waren so etwas wie Freunde, aber vielleicht sah Cedric das anders. “Bella.”, sagte plötzlich eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich zu Cedric um. Cho war schon wieder auf dem Weg zum Schloss. Er musterte mich leicht verwirrt: “Alles okay?”
Ich bemühte mich um ein Lächeln: “Herzlichen Glückwunsch. Du hast das echt gut gemacht.”
“Danke.”, sagte Cedric lächelnd. “Äh, ja. Ich gehe dann mal. Meine Freude warten auf ich.”, sage ich und errötete leicht. Cedric nickte: “Ja, meine Freunde warten auch. Tschüss Bella.”
“Ciao.”, sagte ich nur und lief meinen Freunden nach, die schon vor gegangen waren.

