Emily Summer | Einblick in die Zukunft 2 (Zwei Wochen später)

Ich saß gegen die Tür gelehnt im Schlafzimmer. Nach der Hochzeit war mir immer öfter schlecht gewesen. Im St. Mungo hatten wir öfter Frauen mit diesen Beschwerden. Und das Ergebnis der Untersuchungen sah immer gleich aus. Auch ich hatte mich heute untersuchen lassen. Das Ergebnis war, wie ich es vermutet hatte. Ich war schwanger. In einer halben Stunde würde Sirius nach Hause kommen. Bis dahin musste ich mir überlegt haben, wie ich es ihm sagte. Aber als Erstes musste ich John einen Brief schreiben, um Urlaub zu nehmen. Heute morgen hatte ich mich krank gemeldet. Lindsay kam zu mir und leckte mir über die Wange. Vor ein paar Tagen hatte ich herausgefunden, dass sie in Wirklichkeit keine Katze, sondern ein Kniesel war. Dann stand ich auf und schrieb den Brief an John.

Lieber John,
ich bin schwanger. Da im St. Mungo höchste Ansteckungsgefahr ist, würde ich mir erst einmal Urlaub nehmen. Ich hoffe, das ist okay.
Liebe Grüße, Emily

Ich pfiff nach Yuna. Sie kam sofort zu mir. Ich streichelte sie kurz und gab ihr den Brief: „Bringst du den bitte zu John?“
Yuna ruckte mit dem Kopf und flatterte davon. In diesem Moment hörte ich unten die Tür ins Schloss fallen und Sirius rief: „Emily! Ich bin wieder da. Wo bist du?“
Okay, jetzt war also der Zeitpunkt der Wahrheit gekommen. „Ich bin hier oben, Sirius!“, rief ich zurück und einen Moment später trat Sirius durch die Tür und stellte sich neben mich ans Fenster. Er legte mir einen Arm um die Schultern: „Alles okay?“
Ich nickte und schüttelte meinen Kopf abwechselnd. Sirius drehte mich an den Schultern so, dass ich ihn ansehen musste: „Emily, was ist los?“
„Ich bin schwanger.“, antwortete ich und sah ihn ängstlich an. „Du… was?“, fragte Sirius fassungslos, „Das ist ja wunderbar!“
Dann küsste er mich stürmisch.

Ein paar Monate später, am 1.05.1999 kam unsere kleine Tochter auf die Welt. Da sie genau ein Jahr nach der Schlacht um Hogwarts geboren wurde, nannten wir sie Nikki. Dieser Name bedeutete Sieg. Ich war glücklich mit meiner kleinen Tochter Nikki auf dem Arm und dem wunderbarsten Mann an meiner Seite, den ich mir nur wünschen konnte. Alles war gut.

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