Mary Elizabeth O’Sullivan | 23. Himmelblau

Es klopfte an die Tür. Stöhnend mühte ich mich vom Bett hoch. Draco betrat unser gemeinsames Schlafzimmer. Er lachte, als er mich so sah. Ich sah gespielt wütend zurück: “Lach du nur. Aber trag mal den ganzen Tag zwei Babys in deinem Bauch spazieren, dann findest du das auch nicht mehr so lustig.”
Ja, ich war schwanger mit Zwillingen. Draco grinste nur: “Komm mal mit. Ich habe eine Überraschung für dich.”
“Hilfst du mir hoch?”, fragte ich und machte einen Schmollmund. Draco schnaubte belustigt und reichte mir eine Hand. Ich ergriff sie und ließ mich von ihm hochziehen. Zusammen gingen wir in den Eingangssalon. “Ist apparieren okay?”, fragte Draco etwas unsicher. Ich zuckte mir den Schultern: §Es könnte sein, dass mir schlecht wir, aber die Gefahr besteht immer. Für die Babys ist das okay.”
Draco nickte und bot mir seinen Arm an. Ich ergriff ihn und er apparierte. Als ich die Augen wieder öffnete, standen wir mitten in der wunderschönen Landschaft Irlands. Ich sah verwirrt zu Draco: “Wirklich schön. Aber… warum?”
Draco lachte leise: “Ich habe ein Geschenk für dich. Dreh dich um.”
Langsam drehte ich mich um und schnappte überrascht nach Luft. Wir standen vor einem alten, sehr schönen, himmelblauen Cottage. “Du schenkst mir ein Haus?”, fragte ich fassungslos. Draco lächelte mich sanft an: “Ich dachte, etwas eigenes, ohne unsere Vergangenheit wäre schön. Und ich dachte, es freut dich, wenn unsere Kinder hier in deiner Heimat aufwachsen.”
“Ja, es freut mich. Danke Draco.”, ich lächelte meinen Mann glücklich an, dann verzog ich leicht den Mund, “Ich würde dich jetzt wirklich gerne umarmen, aber…”
Ich deutete mit der Hand leicht auf meinen Babybauch. Draco grinste. “Lass uns rein gehen.”, schlug er vor. Zusammen betraten wir das Cottage. Von innen war es in hellem Holz eingerichtet. Durch die großen weißen Fenster schien die Sonne herein. Ich drehte mich staunend einmal im Kreis: “Es ist perfekt.”
Draco griff lächelnd nach meiner Hand: “Ich hatte gehofft, dass es dir gefällt.”
Wir betraten das Wohnzimmer und ich schrie begeistert auf. Mitten im Raum standen Theo, Blaise, Astoria, Daphne und Pansy. Wir liefen aufeinander zu und es gab ein großen Begrüßen mit vielen Umarmungen für Draco und Wangenküsschen für mich. Dann setzten wir uns auf die Sessel und Sofas und sprachen über die Geschehnisse seit der Schlacht. Irgendwann kam das Gespräch auf die Zwillinge, die ich erwartete. Pansy, Astoria und Daphne begannen aufgeregt, Namen vorzuschlagen. “Wisst ihr schon, welche Geschlechter sie haben?”, fragte Blaise neugierig. Ich schüttelte den Kopf. “Alex!”, schlug Pansy vor, “Oder Sam. Das geht für Mädchen und Jungs.”
“Ich werde meine Kinder nicht Alex und Sam nennen.”, sagte Draco entschieden. Pansy lächelte unschuldig: “Jona?”
Draco funkelte sie leicht wütend an. Blaise schnaubte vor lachen und Theo und ich grinsten. “Wenn es ein rothaariges Mädchen wird,”, mischte Daphne sich ein, “nennt sie Lilith.”
Draco schloss die Augen und stöhnte genervt. “Themenwechsel.”, sagte ich lachend, “Bevor Draco noch durchdreht.”
Unsere Freunde genehmigten meinen Wunsch grinsend und sprachen stattdessen über die Todesserverhandlungen.
Wir blieben noch lange dort sitzen. In unserem neuen Haus mit unseren alten Freunden.

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