Ich stieg die Treppe zur Heulerei hoch. Meine Eltern hatten mir bereits angekündigt, dass heute ein wichtiger Brief für mich eintreffen würde, den ich alleine öffnen sollte. Am Fenster der Heulerei saß tatsächlich eine Eule mit einem Brief, der an mich adressiert war. Ich nahm ihn der Eule ab und setzte mich auf eine kleine Bank neben der Tür. Vorsichtig öffnete ich den Briefumschlag und zog den Brief heraus. Er war mit blutroter Tinte beschrieben.
Liebe Mary,
bitte sieh dich in Hogwarts nach einem geeigneten Ehemann um. Beachte dabei die folgenden Kriterien.
– Reinblut
– bevorzugt Slytherin, Ravenclaw ebenfalls in Ordnung
– bestmöglich vermögend
Draco Malfoy wäre eine gute Option, wobei sein Vater in Toms Anerkennung reichlich gesunken ist. Viel Glück bei der Suche.
Grüße, Elizabeth und William.
Genervt stopfte ich den Brief wieder in den Umschlag. Ich brauchte keinen Ehemann. Ich wollte keinen! Aber es war meine Pflicht. Man könnte meinen, dass sich das mittlerweile geändert hätte, aber nein, die reinblütigen Hexen und Zauberer hielten gerne an den alten Traditionen fest. Und als die Nichte ihres Anführers musste ich als gutes Vorbild vorangehen.
Im Laufe der nächsten Tage beobachtete ich die Slytherin-Jungs genau und stellte eine Liste auf.
Blaise Zabini:
– gutaussehend, aber Aufreißer
– großes Vermögen
– Slytherin, Reinblut
– Angeber, Schleimer
Er wäre kein loyaler Mann. Außerdem weiß ich nicht, wie es mit seiner Treue meinem Onkel gegenüber steht.
Theodore Nott:
– Einzelgänger, intelligent
– Slytherin, Reinblut
– relativ vermögend
Er wäre keine schlechte Option. Seine Eltern sind treue Todesser.
Marcus Flint:
– Schlägertyp, Kapitän vom Slytherin-Quiddichteam
– arrogant
– Slytherin, Reinblut
– Vermögen unbekannt
Eine Möglichkeit, aber selbes Problem wie bei Blaise, die Treue zu meinem Onkel.
Adrian Pucey:
– Angeber, selbstverliebt
– Slytherin, Reinblut
– Vermögen unbekannt
Ich weiß zu wenig über ihn.
Crabbe und Goyle:
Keine Option!
Draco Malfoy:
– Vertrauensschüler, Todesser
– Slytherin, Reinblut
– großes Vermögen
– Idiot, Angeber
– schätzt Dunkles Mal nicht
– Feigling
Ich mag ihn nicht, aber er wäre tatsächlich keine schlechte Option.

