“Ein Brief für dich.”, flötete Sophie und schwang ihn durch die Luft, “Rate mal, von wem der ist.”
“Cedric!”, antwortet ich, ohne darüber nachzudenken und lachte über Sophies überraschten Gesichtsausdruck. “Jetzt gib schon her.”, kicherte ich. “Na gut.”, sagte Sophie und pustete sich eine rot gefärbte Haarsträhne aus dem Gesicht, “Ausnahmsweise.”
Immer noch kichernd nahm ich Cedrics Brief und öffnete ihn.
Liebe Bella,
ich würde dich gerne zu einen Date einladen. Heute Abend. Ich hohle dich ab. Sag mir bitte per Eule so schnell wie möglich Bescheid, ob du kannst.
Liebe Grüße, Cedric.
“Und?”, fragte Sophie aufgeregt, “Was schreibt er?”
Ich grinste sie breit an: “Er holt mich heute Abend zu einem Date ab.”
Sophie quietschte aufgeregt. Als sie es bemerkte, räusperte sie sich schnell. Ich griff nach einem leeren Pergament, um meine Antwort an Cedric zu schrieben.
Lieber Cedric
danke für die EinladungIch freue mich wirklich sehr. Natürlich habe ich Zeit.
Bis heute Abend.
Liebe Grüße, Bella.
Sophie nahm meinen Antwortbrief für Cedric, um ihn abzuschicken. Ich sah auf meine Uhr. 15 Uhr. Ich nahm mir vor, ab 18 Uhr auf Cedric zu warten. dann hatte ich drei Stunden Zeit. Ich beschloss, mich langsam fertig zu machen.
Um 18 Uhr war ich fertig. Leicht nervös lief ich in meinem Wohnzimmer auf und ab. Die Tür öffnete sich und Sophie führte Cedric in den Raum. Anschließend verschwand sie schnell. Allerdings nicht, ohne mir vorher noch einmal zuzuzwinkern. Ich musste grinsen. Cedric räusperte sich leicht verlegen: “Hallo Bella.”
Ich lächelte: “Hey.”
Er erwiderte mein Lächeln. Dann nahm er meine Hand: “Bereit?”
Ich lachte: “Immer.”
Cedric apparierte mit mir.
Cedrics Sicht:
Bella sah sich staunend um. Auch ich betrachtete mein Werk noch einmal zufrieden. In den Bäumen hingen Lichterketten, die den Bach geheimnisvoll glitzern ließen. Auf dem Moos zwischen den Bäumen hatte ich das Picknick vorbereitet. “Wie im Märchen.”, hauchte Bella überwältigt. Ich lächelte sie sanft an: “Wie du.”
Tatsächlich sah Bella in ihrem weißen Kleid aus, wie eine Fee aus einem Muggel-Märchen. Eine gute Fee, versteht sich. Bella errötete leicht. Ich nahm ihre Hand und führte sie zur Picknickdecke. Nebeneinander setzten wir uns darauf. Ich öffnete den Picknickkorb und zeigte ihr, was ich alles besorgt hatte. Wir begannen zu essen. Dabei unterhielten wir uns über die vergangenen Jahre. “Wie hast du mich damals eigentlich gerettet?”, stellte ich schließlich die Frage, die mir schon länger auf der Zunge lag, “Hermine sagte damals nur, dass du es warst.”
Bella schwieg und wich meinem Blick aus. “Es war Hermines Idee.”, sagte sie, als ich schon dachte, dass sie nicht mehr antworten würde, “Sie hatte ein Buch mit Sagen oder so. Dort stand es drin. Hermine und Ginny haben mich gedrängt, es zu versuchen. Ich war mir sicher, dass es nicht funktionieren würde. Für Ginny und Hermine habe ich es dann trotzdem probiert. Und es hat geklappt.”
“Was genau?”, fragte ich vorsichtig. Bella legte sich auf den Rücken und ich legte ich neben sie. “Der Kuss der wahren Liebe antwortete sie schließlich leicht verlegen und starrte in den Sternenhimmel. Ich starrte sie sprachlos an. Dann begann ich glücklich zu grinsen: “Du meinst, das zwischen uns ist wahre Liebe?”
Bella sah überrascht zu mir: “Anscheinen.”
Sie lächelte wegen meines glücklichen Gesichtsausdruckes. “Ich wusste es!”, stieß ich hervor. Bella runzelte lächelnd die Stirn: “Was?”
Ich grinste noch breiter: “Dass du die Richtige für mich bist.”
Bella lachte glücklich auf. Ich setzte mich wieder hin und zog Bella mit ach oben. Dann zog ich einen Ring aus meiner Tasche und kniete mich vor sie. “Bella, ich liebe dich.”, begann ich, “Ich wusste, dass du die Richtige für mich bist, ich habe es gespürt. Ich will nie mehr einen Tag erleben, an dem ich keinen Kontakt zu dir habe. Bella, willst du mich heiraten?”
Bellas Sicht:
Ich schau mir die Hand vor den Mund. Tränen der Freude und des Glücks stiegen mir in die Augen. “Ja!”, hauchte ich, “Ich liebe dich.”
Cedric lachte glücklich und steckte mir den Ring an den Finger. Wir küssten uns stürmisch. Ich hatte Cedric schon immer geliebt. Nie hätte ich mit vierzehn auch nur daran gedacht, dass ich ihn einmal heiraten könnte. Eine Zeit lang hatte ich ihn für tot gehalten, aber es verging kein Tag, an dem ich nicht an ihn gedacht hatte. Doch jetzt? Vielleicht war meine Geschichte auch ein Märchen. Mein ganz eigenes.

