Bella Abbott | 13. Hochzeit

Ich lachte laut los, als Ernie mir schon wieder auf den Fuß trat. Langsam wurde es dunkel und Ernie hatte schon etwas zu viel getrunken. “Ich glaube, wir sollten mal eine Pause machen.”, schlug Ernie grinsend vor. Ich schnappte lachend nach Luft: “Ja, du hast recht.”
Wir verließen die Tanzfläche. Ernie entdeckte einen Freund aus dem Koboldsteinclub und ging zu ihm. Ich nahm mir ein Glas Wasser und setzte mich alleine an einen Tisch. Dort ging ich noch einmal meine Noten für meinen Song für Hannah durch. “Hey.”, meine Hand fuhr erschrocken zu meiner Seite, wo normalerweise mein Zauberstab versteckt war. “Tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken.”, sagte Cedric, “Darf ich mich setzten?”
Ich lachte leise los: “Kein Problem. Setzt dich.”
Cedric ließ sich auf den Stuhl mir gegenüber sinken. “Wie geht es dir?”, fragte er nach ein paar Minuten Schweigen. “Ganz gut.”, sagte ich lächelnd, “Ich liebe es, Sängerin zu sein. Und wie geht’s dir? Was machst du eigentlich beruflich?”
“Mir geht’s auch ganz gut.”, erzählte Cedric, “Ich bin Quiddich-Spieler.”
Er lachte laut los, wegen meines erstaunten Gesichtsausdruckes. “Ich weiß, du interessierst dich nicht so für Quiddich.”, lachte er. Ich lächelte ihn entschuldigend an: “Tut mir leid.”
Cedric winkte ab: “Das macht doch nichts.”
“Doch!”, widersprach ich leicht verzweifelt, “Du suchst mich seit Monaten, versuchst mit mir Kontakt aufzunehmen. Du bist mir nachgereist. Und ich wusste nicht einmal, dass du ein berühmter Quiddich-Spieler bist.”
Cedric sagte nichts. Er nahm nur meine Hand und sah mich sanft an. “Woher weißt du das alles?”, fragte er schließlich doch, “Das mit dem Nachreisen und so?”
Er lachte und ich konnte nicht anders, als mitzulachen. “Security.”, antwortete ich, als wir uns wieder etwas beruhigt hatten. Cedric lachte wieder los: “Ach so.”
Ich grinste breit, dann stand ich auf und zog ihn mit: “Komm, wir gehen tanzen.”
Er grinste: “Mit Vergnügen.”
Zusammen wirbelten wir über die Tanzfläche, als hätten wir nie etwas anderes getan. Als wir nach ein paar Tänzen die Tanzfläche wieder verließen, strahlten wir beide. Cedric hielt meine Hand. In diesem Moment ertönte ein Klicken. Erschrocken sah ich zur Seite und unterdrückte gerade noch ein genervtes Seufzen. Ein Reporter vom Tagespropheten stand mit einer großen Kamera neben uns. “Bella Abbott, ist diese junge und sehr vielversprechende Quiddich-Spieler Ihr Freund?”, er hielt mir ein Mikro unter die Nase. Ich lächelte etwas angespannt: “Tut mir leid, aber darüber gebe ich keine Auskunft.”
Der Reporter funkelte mich etwas wütend an. “Cedric Diggory, ist die bezaubernde Sängerin Bella Abbott Ihre Freundin?”, fragte er an Cedric gewandt und hielt nun ihm das Mirko unter die Nase. “Leider nein.”, antwortete Cedric mit einem charmanten Lächeln, “Aber ich wünschte, sie wäre es.”
Der Reporter lächelte triumphierend und verschwand. Ich starrte Cedric fassungslos an: “Meinst du das ernst?”
“Ja, natürlich.”, sagte er überrascht. “Ich wünsche mir das auch.”, flüsterte ich überwältigt. Cedric lächelte glücklich. Dann beugte er sich zu mir runter, um mir einen sanften Kuss auf die Lippen zu geben.

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