Bella Abbott | 11. Schlacht um Hogwarts

„Achtung!“, warnte Ernie mich und schoss einen Zauber auf einen Todesser. Ich wich dem Todesfluch aus: „Danke Ernie.“
„Hey Leute.“, sagte Justin grinsend, als er bei uns ankam. Zu dritt kämpften wir noch eine Weile weiter, bis Voldemort entschied, dass jetzt eine Pause war. Erschöpft gingen wir zur großen Halle, wo die Verletzten versorgt und die Toten betrauert wurden. Ich hatte Angst, dass Hannah oder einer meiner Freunde Verletzt oder sogar tot sein könnten. Als wir die große Halle betraten, kam Hannah uns schon entgegen. Sie hatte Madam Pomfrey dabei geholfen, die Verletzten zu versorgen, anstatt zu kämpfen. Erleichtert umarmte ich sie. „Du lebst noch!“, stieß sie hervor, „Bist du verletzt?“
Ich schüttelte den Kopf: „Nein, es geht mir gut.“
Ich sah mich in der Halle um. So viele Tote. Viele von ihnen kannte ich vom Namen, hatte aber keinen näheren Kontakt zu ihnen gehabt. Trotzdem durchflutete ich tiefe Trauer. „Weißt du, wo Cedric ist?“, fragte ich meine Zwillingsschwester. „Nein.“, antwortete sie, „Aber er lebt. Er war hier. Jetzt sucht er nach Verletzten, die nicht laufen können.“
Cedric lebte. Ich seufzte erleichtert. Ernie, Justin und ich halfen Hannah dabei, die Verletzten zu versorgen. Bis Voldemort verkündete, dass Harry Potter tot sei. Alle, die laufen konnten, eilten nach draußen auf den Hof. Die Menge der Todesser erwartete uns schon. Ganz vorne standen Voldemort, Bellatrix und Hagrid, der den leblosen Harry in den Armen hielt. „Nein!“, schrie Ginny, „Nein!“
Sie wollte losrennen, doch ihr Vater hielt sie zurück. Die Todesser lachten. „Schließt euch mir an oder sterbt.“, drohte Voldemort. Draco Malfoys Eltern riefen von der Seite der Todesser nach ihrem Sohn, bis er zu ihnen ging. Entsetzt beobachteten wir, wie Neville vortrat. „Ich möchte etwas sagen.“, erklärte er Voldemort. Ich bewunderte Neville für seinen Mut. Voldemort sag alles andere als begeistert aus, willigte aber ein. „Es ändert nichts, dass Harry tot ist.“, sagte Neville fest. Eine einzelne Stimme ist aus unseren Reihen zu hören: „Neville, lass es.“
Neville drehte sich leicht in unsere Richtung: „Jeden Tag sterben Menschen. Freunde, Familie. Ja, heute haben wir Harry verloren. Aber er ist immer noch bei uns. Hier drinnen.“
Er legte eine Hand auf sein Herz. Hannah neben mir weinte leise. „Das gilt auch für Fred, Remus, Tonks… alle.“, fuhr Neville fort, „Sie sind nicht umsonst gestorben.“
Er wandte sich wieder an Voldemort: „Aber du wirst es. Denn du liegst falsch!“
Voldemort lachte ungläubig. Aber Neville war noch nicht fertig: „Harrys Herz hat für uns geschlagen. Für uns alle. Es ist noch nicht vorbei!“
Zum Schock der Todesser und zu unserer Überraschung sprang plötzlich Harry völlig lebendig aus Hagrids Armen und begann, gegen Voldemort zu kämpfen. Scharen von Todessern disapparierten.  Neville zog ein Schwert aus dem Sprechenden Hut und köpfte damit Nagini, Voldemorts Schlange. Ich entdeckte Cedric, wie er gegen zwei Todesser gleichzeitig kämpfte. Er schlug sich gut, trotzdem machte ich mir Sorgen. Ich versuchte, mich zu ihnen durchzukämpfen, doch ich kam nur langsam voran. Immer wieder stellten sich mir Todesser in den Weg. Einer der Todesser traf Cedric mit einer Ganzkörper-Klammer. Cedric fiel zu Boden, der Todesser verschwand. Ich eilte zu ihm: „Finite Incartatem.“
Cedric konnte sich wieder bewegen. Er setzte sich auf. „Danke Bella.“, sagte er lächelnd. Ich lächelte zurück. In diesem Moment veränderte sich die Atmosphäre. Die Todesser verschwanden. „Voldemort ist tot.“, rief irgendjemand. „Ich gehe mal Hannah suchen.“, informierte ich Cedric. Er nickte nur. Ich fand Hannah vor der großen Halle. Mit Neville. Sie küssten sich. Als sie mich bemerkten, schreckten sie auseinander. Neville wurde rot und verschwand. Nicht, ohne sich von Hannah zu verabschieden. Hannah und ich apportierten zurück nach Hause, um unserem Dad und unserer Tante alles zu erzählen.

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