Cedrics Sicht:
“Hey! Cedric” Warte mal!”, Cho holte mich etwas außer Atem ein. “Hallo Cho.”, ich lächelte sie freundlich an. Cho lächelte zurück: “Weißt du eigentlich schon, mit wem du zum Weihnachtsball gehst?”
“Nein.”, gab ich zu, “Ich hatte vor, Bella Abbott zu fragen.”
“Oh.”, sagte Cho und sah mich etwas mitfühlend an, “Ich glaube, das kannst du dir sparen. Sie geht mit diesem Ernie MacMillan hin, habe ich gehört.”
Ich verbarg meine Enttäuschung und Eifersucht sorgsam hinter einem Lächeln. “Naja, nicht so schlimm.”, meinte ich schulterzuckend, “Dann frage ich eben jemand anderes.”
“Vielleicht brauchst du das gar nicht.”, Cho lächelte mich vielsagend an, “Wenn du möchtest, können wir zusammen gehen.”
“Klar, gerne.”, sagte ich lächelnd. Cho strahlte: “Perfekt. Okay, bis dann.”
Sie gab mir einen Kuss auf die Wange und eilte dann davon.
Bellas Sicht:
Hannah setzte sich neben mich an den Tisch in der Bibliothek. “Was ist los?”, fragte ich, nachdem sie mich ein paar Minuten lang stumm angestarrt hatte. “Nicht enttäuscht sein, okay?”, sagte Hannah vorsichtig. Ich zog fragend eine Augenbraue nach oben: “Was ist los Hannah?”
“Cedric geht mit Cho zum Weihnachtsball.”, erzählte meine Schwester zögernd, “Cho erzählt es in der großen halle gerade allen möglichen Leuten.”
Ich versuchte, mir meine Enttäuschung und Eifersucht nicht anmerken zu lassen. Aber ich war mir sicher, dass Hannah mich trotzdem durchschaute, sie sagte jedoch nichts dazu. “Sehen wir uns gleich beim Abendessen?”, fragte sie stattdessen. Ich nickte abwesend: “Geh schon mal vor, ich komme gleich nach.”
Hannah nickte und ließ mich alleine.
Hannahs Sicht:
Bellas enttäuschten Blick konnte ich einfach nicht vergessen. Sie tat mir leid. Ich war fest entschlossen, eine andere Begleitung für meine Schwester zu finden. Am Hufflepuff-Tisch saßen schon meine Freunde. Ich setzte mich zu ihnen. Auch sie unterhielten sich über den Weihnachtsball. “Ich habe noch keine Begleitung.”, berichtete Ernie gerade, “Hannah, hat Bella schon eine Begleitung für den Weihnachtsball?”
Ich sah Ernie gespielt böse an: “Hallo erstmal.”
“Hallo.”, murmelte Ernie etwas kleinlaut. Ich lachte, dann wurde ich wieder ernst. “Was deine Frage angeht: Nein.”, sagte ich, “Sie hat noch keine Begleitung für den Ball.”
“Dann frage ich sie vielleicht.”, überlegte Ernie laut. Ich lächelte leise. Das wäre gut. Dann hätte Bella eine tolle Begleitung für den Weihnachtsball.
Bellas Sicht:
“Hey Bella. Wollen wir vielleicht zusammen zum Weihnachtsball? Als Freunde?”, ich sah Ernie, der sich gerade neben mich aufs Sofa im Gemeinschaftsraum gesetzt hatte, überrascht an. “Äh, ja, gerne.”, antwortete ich etwas verspätet, “Danke für die Einladung Ernie.”
“Kein Problem.”, sagte er grinsend, “Gute Nacht Bella.”
Ich sah ihm verdutzt nach, als er in den Jungenschlafsaal verschwand: “Gute Nacht Ernie.”
“Bella!”, rief Susan entnervt, “Halt endlich still!”
“Sorry.”, murmelte ich kleinlaut. Ich saß auf meinem Bett im Mädchenschlafsaal. Susan stand hinter mir und steckte meine Haare hoch. Neben mir am Bett hing mein blaues Ballkleid, das die selbe Farbe hatte, wie meine Augen. “Fertig.”, Susans Stimme klang zufrieden, “Komm Bella, zieh dein Kleid an.”
“Danke.”, sagte ich lächelnd, stand auf und schnappte mir mein Kleid.
Susans Kleid war grün, Hannahs rosa. “Ihr seht toll aus!”, sagte ich lachend. “Danke.”, grinste Hannah, “Du auch.”
Susan lächelte: “Wollen wir?”
Hannah und ich nickten und gemeinsam verließen wir unseren Schlafsaal.
Ernies Sicht:
Hannah, Susan und Bella betraten den Gemeinschaftsraum. “Ihr seht toll aus.”, sagte ich zu ihnen. “Danke.”, antwortete Bella lächelnd, “Ihr seht auch nicht übel aus.”
Justin lachte und bot Susan seinen Arm an. Auch ich bot Bella meinen Arm an. Zu fünft gingen wir zur großen Halle, wo Hannah von Dean Thomas aus Gryffindor in Empfang genommen wurde.
Cedrics Sicht:
Ernie und Bella kamen gemeinsam die Treppe herunter. Sie lachte gerade über irgendetwas, was er gesagt hatte. Bella sah wunderschön aus in ihrem azurblauen Kleid. Ich wünschte mir in diesem Moment nichts mehr, als an Ernies Stelle zu sein. Wie konnte es eigentlich sein, dass ich sie die letzten Jahre nie wahrgenommen hatte? Cho trat neben mich. Zusammen stellten wir uns in die reihe für den Eröffnungstanz.
Bellas Sicht:
Überwältigt sah ich mich in der großen Halle um. Sie war atemberaubend schön geschmückt. Während des Eröffnungstanzes beobachtete ich Cedric und Cho. Sie harmonierten gut zusammen. Nach dem Eröffnungstanz bat Ernie mich auf die Tanzfläche. Wir tanzten einige Lieder durch. Danach ging Ernie uns etwas zu Trinken holen. Wir setzten uns auf eine der Bänke und unterhielten uns. Schließlich ging Ernie, um eine Schülerin aus Ravenclaw zum Tanzen aufzufordern. Einige Sekunden später stand Cedric plötzlich vor mir. “Wollen wir tanzen?”, fragte er mit einem charmanten Lächeln und streckte mir die Hand entgegen. Ich ergriff sie mit einem Lächeln.
Cedrics Sicht:
“Das Kleid steht dir übrigens sehr gut.”, sagte ich lächelnd. Sie errötete leicht: “Danke.”
Ich lächelte. “Wo ist eigentlich Ernie?”, fragte ich dann. Bella lachte: “Er tanzt mit irgendeiner Ravenclaw.”
Ein neues Lied startete und wir begannen zu Tanzen. “Dich stört es nicht, dass er nicht mit die tanzt?”, setze ich unser Gespräch fort. Sie schüttelte mit einem fragenden Lächeln den Kopf: “Nein, warum denn? Er ist mein bester Freund. Und er ist ja auch nur mit mir hier, weil die Person, von der ich mir gewünscht hätte, dass sie mich fragte, eine andere gefragt hat.”
Ich horchte auf. “Wer ist diese Person?”, fragte ich neugierig. Bella lachte: “Das wüsstest du wohl gerne.”
Ich führte sie in eine Drehung. “Ja, schon.”, antwortete ich dann. Sie beugte sich ein Stück zu mir vor. “Ich sage es dir aber nicht.”, flüsterte sie, bevor sie sich wieder ein Stück zurückzog. Ich lachte. Bella war einfach unglaublich!

